Letzter Tokio-Eintrag

by Diane on 07/09/2010

Da hat mir das doofe Erdbeben in Christchurch doch tatsächlich meine schöne Serie zum Thema Japan unterbrochen. Naja, ich hatte eh ein bisschen geschludert, der nächste Eintrag war längst überfällig, und ein Bericht nach einer Naturkatastrophe hat nunmal Priorität. Daher habe ich mich entschieden, nur noch einen letzten Post mit ein paar Eindrücken hinterher zu schieben. Wer mehr wissen möchte, muss uns halt besuchen kommen…

Werbung

Werbung ist allgegenwärtig in Tokio. Überall blinkt und leuchtet es, die neusten Produktinformationen springen einem an jeder Straßenecke entgegen. Ganz besonders beliebt sind Zugwagons, da gibt es nämlich nicht nur Platz für Monitore und Plakate an den Wänden, sondern man kann auch Wimpel und Plakate von der Decke baumeln lassen. Zwei Kampagnen, die uns besonders beeindruckt haben:

  1. Der Pokemon-Wagen (wir waren zur Schulferienzeit dort und der Bahnbetreiber veranstaltete eine Rallye bei der es Pokemon-Preise zu gewinnen gab) – das war genau das was man sich darunter vorstellt; ein Wagon in grell gelb mit bunten Comic-Plakaten.
  2. Jalan. So ganz haben wir nicht rausbekommen, worum es sich dabei handelt, wir vermuten stark dass es ein Reiseveranstalter ist. Werbeträger der Kampagne ist eine Katze, die anscheinen an verschiedenen Orten Urlaub macht, und sich immer wieder von unterwegs meldet, wahrscheinlich um zu sagen wie schön es auf Reisen ist. Die Katze hat auch einen Twitter-Account (@nyalan_jalan), man nimmt die Werbebotschaft sozusagen mit vom Zug ins eigene Zuhause.

Besondere Cafés

Am sehr bizarren Ende des Spektrums stehen die Maid Cafés. Schon auf der Straße wird man von kichernden Mädchen in kurzen viktorianischen Kostümchen angequatscht und dann ins Café begleitet. Dort zahlt man sowohl für den Aufenthalt, als auch für Getränken und Speisen die man verzehrt. Gegen Extra-Gebühr kann man sich auch mit den Mädchen fotografieren lassen. Manche Cafés bieten auch speziellen Service wie beispielsweise Ohrenreinigung an. Zum Glück gab es das in dem Café in dem wir waren nicht, irgendwie fände ich es nicht so prickelnd, dem zuzuschauen.

Nur geringfügig weniger bizarr sind Cat Cafés. Weil die meisten Leute in ihren kleinen Apartments in Tokio keine Katzen halten können/wollen/sollen, gibt es Orte an denen es Katzen gibt, mit denen man knuddeln und spielen kann. Eine Freundin von uns war vor kurzen in einem dieser Cat Cafés und fand es super, das in dem wir waren war aber nicht ganz so toll – viel zu viele Leute, die schlafende Katzen nicht in Ruhe gelassen haben. Wir waren nur ganz kurz dort und haben uns hinterher geärgert, dass wir überhaupt gegangen sind.

Geocaching

Natürlich waren wir auch ein bisschen Cachen. Allerdings haben wir nur einen gefunden – wir hatten kein Datenpaket für das iPhone und mussten alle Locations vorher einspeichern, das hat ein bisschen den Spass aus dem Ganzen genommen. Einem zweiten Cache sind wir ganz nah gekommen, dann allerdings daran gescheitert dass es schon stockduster war und die Suche nach einem Microcache somit aussichtslos. Insgesamt kann man jedoch sagen, dass Geocaching in Japan unglaublich sauber und ordentlich ist, und anscheinen auch ein bisschen ernster genommen wird als in Neuseeland.

Schönheitswahn

Anscheinend finden Japanerinnen alles was Europäisch aussieht sehr attraktiv. Nur so kann sich erklären dass es tatsächlich einen Markt gibt für Geräte, die angeblich die Augen runder und die Münder breiter werden lassen sollen. Gibt’s im Drogeriegeschäft. Zuerst dachten wir, das wäre Sex-Spielzeug, weil es sehr rot und pink und meistens aus Plastik ist, aber bei näherem hinschauen wurden schon klar, dass diese Dinge eher dazu gedacht sind, weniger asiatisch auszusehen. Dabei sind die meisten Japanerinnen unglaublich hübsch…

Und das war’s dann auch zum Thema Japan Urlaub. Mehr Fotos gibt’s auf Facebook.

Last Post about Tokyo

The stupid Christchurch earthquake has ruined my series about Japan. Well, I got a bit lazy anyway, the next post should have been published long ago and talking about a natural disaster should always have priority. Therefore I’ve decided to add only one last post with some impressions about Tokyo. If you want to learn more, you need to come and visit us…

Advertisement

Advertisement is everywhere in Tokyo. It glows and flashes, product information jump right into your face where ever you go. Especially in trains, because they not only offer advertising space for screens and posters on the wall, but they can also be used to let pennants dangling from the ceiling. There were two campaigns that caught our attention:

  1. The Pokemon Train (we were there during the school holidays and the train company had organised a rally with pokemon prizes) – which was exactly what you would think it was; a train in yellow decorations with colourful comic posters.
  2. Jalan. We never really found out what it was advertising, but we suspect it was some kind of travel agency. Mascot of the campaign is a cat, which travels to some cool and exotic places and sends postcards from all over the world. The cat even has a Twitter account (@nyalan_jalan), so you can take the sales message home.

Special Cafes

One of the most bizarre things when it comes to Japanese “coffee culture” are the so called Maid Cafes. There are giggling girls in short Victorian costumes on the streets, who talk you into joining them at the cafe and escort you up. At the cafe you pay for the time you spent as well as for everything you consume. For some extra cash you can get your photograph taken with one or two of the girls. Some of the cafes even offer a grooming service, like ear cleaning, but luckily they didn’t have that on the menu at the place where we went. I don’t think I would have enjoyed watching it.

Only a little bit less bizarre is the world of Cat Cafes. Most people in Tokyo live in small apartments and can’t/don’t want/shouldn’t keep cats at home. These people need a place to play and cuddle with felines, don’t they? A friend of ours visited one just recently and really enjoyed it, but the one we went to wasn’t that great – too many people who would leave sleeping cats alone. We just went in for a short time and regretted that we went at all.

Geocaching

Of course we went geocaching as well. But we only found one single cache – we didn’t have a data plan for the iPhone and had to save all locations in advance, which took a little bit for the fun of spontaneous caching. We came very close to a second one, but we had to give up because it was already dark and it was a micro cache. But from the tiny bit of Japanese geocaching we experienced, we can easily say that it’s way more clean and orderly than in New Zealand. And they seem to take it a bit more serious, too.

Strange Beauty

Apparently a lot of Japanese women think everything that looks European is very attractive. That’s the only explanation I have that there’s a market for tools that promise to make eyes rounder and mouths wider. You can by them at the chemist, and first of all we thought they were sex toys – they are all bright pink and red and made from plastic. But after a closer look we knew that their only purpose was to make Japanese women look less Asian. I really don’t know why they would want that, I found an incredible number of women in Tokyo extremely beautiful…

And that’s it about Tokyo, more photos are on Facebook…

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