IRD mal wieder…

by Kai on 15/06/2007

IRD = Inland Revenue Department (Finanzamt).

Mit denen hatte ich ja schon mehrfach positive Erfahrungen hier in Neuseeland – es kann halt auch einfach und nett gehen. Diesmal: unkompliziertes Aendern von offiziellen Statements.

Diane und ich sind ja Angestellte von Ventego Creative und zahlen uns Gehaelter aus. Damit fuehrt man als Arbeitgeber in Neuseeland PAYE (Pay As You Earn) an IRD ab, eine Art Lohnsteuer. Das machen wir jeden Monat ueber ein Online-System. Nun kam heute mein Kontoauszug von IRD und siehe da, keine PAYE-Zahlung fuer April 2007, Zinsen und Strafgebuehr von ca. 120 NZ$. Hmmm… und das mir, ne, geht ja nicht!

Was passiert war: Ich hatte PAYE abgefuehrt, aber versehentlich fuer April 2006 (da gab es ja weder unsere Firma oder die Steuernummer) – mein Fehler, keine Frage.

Ein Anruf bei IRD, 0800 (kostenlose) Nummer (30 Sekunden Wartezeit), ein sehr nettes Maedel aus dem Business-Team dran, mein Problem geschildert (1 Minute), sie hat online nachgeschaut (1 Minute) und hat die Zahlung in den April 2007 geschoben, festgestellt, dass sie damit ja dann on-time war (was sie auch war) und Zinsen und Strafgebuehr aus dem System genommen (1 Minute) und abschliessend ein neues Account-Statement an mich angestossen (30 Sekunden).

Fazit: 4 Minuten Aufwand um dieses Problem zu loesen. Ich frage mich was mit einem deutschen Finanzamt passiert waere (muss ja alles seine Richtigkeit haben :-)… Mein Tip waere: Wochen und man haette mich gezwungen, die Zahlung fuer April 2007 NOCHMAL zu machen und dann nach monatelangem Hin-und-Her meine falsche Zahlung fuer April 2006 zurueckerstattet :)

Alex June 28, 2007 at 12:00 am

Ausserdem hättest Du in Deutschland natürlich trotzdem eine Mahn- und eine Bearbeitungsgebühr bezahlt!

Gruß

Alex

Jenny June 29, 2007 at 12:00 am

….hierzulande bucht das Finanzamt i.d.R. Beträge, die nicht zugeordnet werden können direkt auf die offenen Posten, sofern die Steuernummer richtig war!
Und wenn mal ein "Versehen" oder ne Krankheit vorliegt, werden Säumniszuschläge und Verspätungszuschläge auf Antrag auch zurück genommen ;)
So schlimm ist hier auch nicht alles – außer dem Wetter natürlich! Das ist meistens schlimm!

Diane June 30, 2007 at 12:00 am

… "auf Antrag"? ;-) Also am besten schriftlich, mit zwei Unterschriften versehen (natürlich nur von Leuten, die zuvor eine Schriftprobe beim Finanzamt hinterlegt haben) und natürlich ausschliesslich nach Vorlage eines ärztlichen Attests…? ;-) Und zum Trost: das Wetter ist hier im Moment auch nicht gerade nett…

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