Girls’ night out

by Diane on 26/11/2006

Gestern war Diane-Cathy-Nacht. Thilo unternimmt gerade eine Konferenz-Tournee durch Asien und Kai wollte ein bisschen arbeiten, also haben Cathy und ich uns auf den Weg gemacht, das Nachtleben am Courtney Place auszuchecken. Angefangen haben wir mit Dinner um acht Uhr im Sahara Café, man muss ja schließlich eine Grundlage für den Alkohol schaffen. Als wir uns satt ins Nachtleben stürzen wollten, war es natürlich für die entsprechenden Nachtlebenverhältnisse noch extrem früh. Unser Plan, wir gehen mal den Courtney Place entlang und gucken hinter die vielen vielversprechenden Türen wo uns die Musik gefällt, wurde dadurch zunichte gemacht, dass die geheimen Türen noch nicht geöffnet waren. Wer geht auch schon am Samstag Abend gleich nach dem Abendessen aus?

Also für ein erste Gläschen ab ins JJs (der Irish Pub auf der Cuba Street), wo es immer ab zehn Uhr Live-Musik gibt. Das war wie immer sehr nett, kennen wir aber schon und wir wollten ja schließlich mal was neues kennenlernen. Nach den ersten drei Drinks (das Alkoholproblem der Neuseeländer wird mit Sicherheit auch dadurch unterstützt, dass Saufen hier echt verhältnismäßig preiswert ist) sind wir wieder zurück zum Courtney Place und haben uns zum ersten mal seit wir hier leben ins “Boogie Wonderland” gewagt. Das ist eine Disco, die als Favourit für Jungegesellinnenabschiede und Angrabschuppen gilt. Kai war bislang nicht dazu zu bewegen, sich das Treiben dort wenigstens mal anzuschauen, also haben wir die Chance genutzt, mal ohne ihn unterwegs zu sein. Für nur 10 Dollar Eintritt konnten wir rein und eigentlich war der Laden ziemlich nach meinem Geschmack. Es war sehr sauber, die Kellner sind ganz nett anzusehen, es laufen viele Leute in Kostümen rum und bieten reichlich Lästerstoff und auch die Musik war recht gut. Langsam gebe ich die Hoffnung auf, hier noch einen Laden zu finden der meine Lieblingsmusik spielt, das Boogie Wonderland kam aber schon mal insofern ganz gut ran, als dass mir die Musik zu keinem Zeitpunkt auf den Keks ging. Als wir ankamen, war das Durchschnittsalter noch ein wenig höher als unseres, aber das legte sich im Laufe der Nacht und das Publikum wurde jünger. Es hat uns sogar so gut gefallen, dass wir den Rest der Nacht dort verbracht haben und erst gegangen sind, als der letzte Nachtbus nach Karori abgefahren ist.

Zusammenfassend lässt sich folgendes sagen:
1. Wir werden alt! – Zu der Zeit zu der wir gern anfangen würden zu feiern, ist noch niemand anderes auf der Straße.
2. Unsere Chancen sind trotz unseres Alters recht hoch – wir hätten definitiv jemanden für eine heiße Nacht aufreissen können.
3. Man hält uns für jünger als wir sind – das kommt sicher daher, dass wir sonst immer so früh schlafen gehen und deshalb keine Falten im Gesicht haben.

Mit dem letzten Nachtbus bin ich dann heim gefahren, während Cathy sich ein Taxi gegönnt hat. Durch die Busfahrt habe ich eine neue Abkürzung auf dem Weg von Carina und Christian zu uns kennengelernt, denn der N3 fährt eine andere Route als die Tageslinie. Insgesamt habe ich von (Disco-)Tür zu (Haus-)Tür keine halbe Stunde gebraucht, was eigentlich unschlagbar ist. Busfahren ist definitiv eine gute Alternative im Sommer, wenn der Fußmarsch von der Bushaltestelle unter sternenbedecktem Himmel nicht von wiederlichen Winden und kalten Böen begleitet ist. Ich hab mich ganz leise ins Haus geschlichen, nur um festzustellen dass mein Mann immer noch vorm Rechner saß. Er hatte den ganzen Abend live über unser Konto mitverfolgt, wo wir gerade waren und an welcher Bar wir eingekauft haben
;-).

Total müde sind wir dann zusammen ins Bett gefallen.

Heute war dann nicht wirklich viel mit mir los. Ich würde es nicht als richtigen Hang-over bezeichnen, aber ich war schon den ganzen Tag über extrem müde. Mein Körper ist es absolut nicht mehr gewöhnt, nach vier ins Bett zu gehen und zur Strafe hat er mich dann heute ein bisschen leiden lassen. Erst zur Lunchzeit haben wir uns mit Cathy im Maranui Café getroffen und mein Nachmittag bestand hauptsächlich aus Video gucken (Sione’s Wedding – ein sehr lustiger und genialer Kiwifilm), Internetsurfen und dösen. Das ist wirklich schade, dass man den ganzen Sonntag mitverschenkt, wenn man Samstags so lang feiern geht…

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